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Friday, 23 April 2010

früchte der liebe

Im Reich der Liebe

O Du, dein Haar, wie stralt dein Haar,
das ist wie schwarze Diamanten!
O – weil wir uns als Herrscherpaar
der ewigen Seligkeit erkannten,
Du!
Schmück mir die Stirn du, nackt und bloß,
mit diesem Band aus blauer Seide!
Das ging dir los von deinem Schooß,
als wir noch strauchelten im Kleide
jener Welt.
Hier sind wir Gott gleich, sieh mich an;
oh Gott, wie Eins sind wir geworden!
Hier kannst du ruhig deinen Mann
mit mir betrügen, für mich morden,
Du –

Richard Dehmel (1863-1920)

abschied

Kein Lebewohl, kein banges Scheiden!
Viel lieber ein Geschiedensein!
Ertragen kann ich jedes Leiden,
Doch trinken kann ich’s nicht, wie Wein.
Wir saßen gestern noch beisammen,
Von Trennung wußt’ ich selbst noch kaum!
Das Herz trieb seine alten Flammen,
Die Seele spann den alten Traum.
Dann rasch ein Kuß vom lieben Munde,
Nicht Schmerz getränkt, nicht Angst verkürzt!
Das nenn’ ich eine Abschiedsstunde,
Die leere Ewigkeiten würzt.

Friedrich Hebbel (1813-1863)

le temps des cerises

friday on my mind

ein wenig nahrung für ein wochenende ohne blog! die sonne scheint immer noch, ich werde kurze hosen einpacken, aber die freie zeit wird knapp bemessen sein. es ist so viel zu proben.
eine weiteres neues lied (bleach baby) ist vorgeschlagen worden und "ich geh so gerne zum friseur" werden wir vielleicht schon proben. zudem kamen aus frankfurt die noten für die festival-hymne. immerhin ein ganz leichtes lied mit viel schwung. wir haben es gestern in der probe innerhalb von einer halben stunde begriffen.
aber das schreiline-festival rückt langsam näher. nach dem wochenende jetzt noch fünf proben und dann muss alles perfekt sitzen. wir treten am ersten konzertabend als erste auf. da muss der saal gleich in stimmung gebracht werden!